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Die Perikope des TagesDie Dritte Republik

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24. Dezember 2022

Christus wird geboren, erhebet Ihn! Christus kommt vom Himmel, geht Ihm entgegen

Es ist die Zeit der Gaben und des Sichverschenkens. Denn es ist der Augenblick, da wir mehr als je der Gabe gedenken müssen, die wir alle vor zweitausendzweiundzwanzig Jahren empfangen haben: der Gabe der Annahme an Kindes statt.

Morgen wird in der Frühmette gesungen: „Uns gleich geworden an Gestalt durch die Vermischung mit dem Staube hienieden, o Christus, und durch die Teilhabe am gefallenen Fleische, hast Du diesem die göttliche Natur mitgeteilt, Mensch geworden und Gott geblieben; der Du unser Haupt erhoben hast, heilig bist Du, Herr.“ (Erster Kanon, dritte Ode.)

Dieser Gesang kleidet dichterisch die Wahrheit und das Grundwesen des Christentums ein, das der heilige Irenäus von Lyon zusammenfassend ausgedrückt hat: „Das Wort Gottes ist aus überströmender Menschenliebe geworden, was wir selbst sind, um uns zu dem zu machen, was Es selbst ist.“ Den Gefallenen „sagt das Wort, indem es die Gabe seiner Gnade auslegt: ‚Ich habe gesagt: Ihr seid Götter und allzumal Söhne des Höchsten‘ … denn dazu ist das Wort Mensch geworden und der Sohn Gottes Menschensohn: damit der Mensch, mit dem Worte vereint und dadurch die Kindschaft empfangend, Sohn Gottes werde.“

Dasselbe sagt in fast gleichen Worten der heilige Athanasius der Große: „Er ist Mensch geworden, damit wir vergöttlicht würden. … Er nahm den geschaffenen und menschlichen Leib an, um ihn, als Schöpfer erneuernd, in sich zu vergöttlichen und so alle nach seiner Ähnlichkeit in das Himmelreich zu führen. Doch der Mensch wäre nicht vergöttlicht worden … wäre der Sohn nicht wahrer Gott gewesen. … Denn dazu geschah die Vereinigung, dass der von Natur aus Mensch mit dem von Natur aus Gott vereint werde und das Heil des Menschen und seine Vergöttlichung gesichert seien.“

Ebenso legt uns der heilige Kyrill von Alexandrien das Geheimnis der Menschwerdung Gottes aus: „Das Wort ist geworden, was wir sind, um uns teilhaftig zu machen dessen, was Es selbst ist … Er nahm das Unsere, um uns im Tausch das Seine zu geben“, und sagt uns, „es war notwendig, dass Christus zugleich Gott und Mensch sei, damit der Mensch vergöttlicht werden könne: Wäre Christus nicht Gott gewesen, so hätte Er unseren gefallenen Zustand nicht in göttlichen Adel verwandeln können“, und „wäre Er nicht wesenseins mit dem Vater, so wären wir nicht Teilhaber der göttlichen Natur geworden“.

Ich erinnere hier nur noch an das, was uns der heilige Gregor von Nazianz sagt, der, über die Geburt des Herrn, über die Menschwerdung sprechend, sie als Grund der Vergöttlichung darstellte: „Als Gott Mensch wurde, wurde der Mensch Gott“, und radikal feststellte: „Das Wort ist für dich in dem Maße Mensch, in dem du seinetwegen Gott wirst.“

Darum, Brüder, ist es mehr als je Zeit, jenem gleich zu sein, der heute geboren wird, jenem Gott gleich, mit dem Er selbst uns eins gemacht hat: gut, versöhnlich und barmherzig.

Und bereit zum Opfer, wie Er. Bereit, uns für die Wahrheit und für den Nächsten hinzugeben.

Gebt und gebt euch hin, und ihr werdet Götter sein.

Wahrhaft frohe Feiertage.

Christus ist geboren.

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Thema: Im Zeichen der Ewigkeit · Unterthema: Von Heiligen und geistlichen Vätern

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