7. Januar 2022
Warum hält der Osten stand?
Gewiss, Novax Djoković ist ein Held. Er hat das Auftreten und die Statur eines Helden: jung, groß, schön, ein Meister, gläubig, konservativ, national gesinnt. Und dazu ist er steinreich und zugleich großzügig, bescheiden und demütig. Bereit, trotz der Vorteile seines außergewöhnlichen gesellschaftlichen Ranges als internationaler Star, auf seine Vorrechte und auf die Anerkennung der politisch korrekten Medien zu verzichten — für seinen Glauben, für seinen Kampf. Denn ja, Djoković ist ein wahrer Kämpfer; und nicht nur auf den Sandplätzen, sondern an der Front eines weltweiten Krieges gegen die Normalität, gegen jene „Alte Welt“, der auch er angehört. Er hat alle Eigenschaften, dass ihm wohl eines Tages, irgendwo, ein Denkmal gesetzt wird. Und die Serben werden es ihm setzen, wenn sie es nicht schon getan haben! Denn die Serben wissen ihre Helden zu ehren. Bis dahin aber steht sein Name an allen Mauern der ehemaligen „zivilisierten Welt“, denn Djoković ist soeben vom Rang des Helden zu einem weit wichtigeren aufgestiegen: zum Rang eines Sinnbilds des Kampfes für Freiheit und Würde!
Bravo ihm! Und wir danken ihm!
Doch diese Zeilen handeln nicht von Djoković. Nicht nur von ihm! Sondern von der Welt, die all jene „Novax Djokovićs“ hervorgebracht hat, von der Gesellschaft, die die namenlosen Helden gebar — ohne Geld und Vorrechte —, die für die Freiheit kämpfen und viel riskieren. Zuweilen alles.
Denn es stellt sich von selbst die Frage: Warum sind diese Menschen, mit zuweilen offenen, meist aber stillen und unauffälligen Haltungen, listig im Umgehen der missbräuchlichen Maßnahmen, so zahlreich in … Osteuropa? Warum fiel der „zivilisierte“ Westen so rasch und so leicht der Offensive aus Lügen und diktatorischen Maßnahmen zum Opfer? Warum hält der OSTEN noch stand?
Selbstverständlich stützt sich meine kurze Betrachtung auf die unmittelbaren Beobachtungen, die ich Tag für Tag in Rumänien gemacht habe — Beobachtungen, die sich, davon bin ich überzeugt, auf ganz Osteuropa ausdehnen lassen. Also …
Warum hält der Osten stand? Welche unüberwindlichen Hindernisse fanden hier die Propagandisten des Schreckens und der Impfpflicht, dass es ihnen bislang nicht gelang, ihren Plan durchzuführen?
Nun, das erste und wichtigste Hindernis ist das CHRISTENTUM. Und besonders die ORTHODOXIE.
Der Rumäne hat in seinem oft verdünnten, bisweilen zu abergläubischen oder oberflächlichen Glauben eine Treue jenseits des Dogmas und der Strenge des Ritus. Diese Treue geht sogar über den Glauben hinaus, denn sie ist, wie das Wörterbuch sagt, Hingabe, Treue, Redlichkeit. Die Treue des Balkanmenschen (ich schlage vor, wir legen den Komplex ab, uns Balkanleute zu nennen — die Pandemie hat die Vortrefflichkeit dieses Raumes erwiesen!), des Rumänen und besonders des Serben, des Osteuropäers überhaupt, ist ein Zustand an sich, eine Weise zu sein, jenseits einer Weise zu denken oder zu leben und diese weit übersteigend. Deshalb kennt und lebt der Balkanmensch, auch wenn er kein praktizierender Christ ist, auch wenn er nicht einmal sonntags zum Gottesdienst geht, die Wirklichkeit der Auferstehung, ja der Annahme an Sohnes statt … mit anderen Worten: Der Balkanmensch hat den Blick und das Gefühl für die Ewigkeit. Aber auch für die wirkliche Gegenwart Gottes! Daher … die scheinbare Sorglosigkeit, die offene Missachtung der Regeln der „sozialen Distanzierung“ und der „gesundheitlichen Sicherheit“. Das Übergehen oder Umgehen der unter dem Vorwand der Pandemie verhängten diktatorischen Maßnahmen oder die förmliche oder „informelle“ Weigerung, sich impfen zu lassen … all das unter dem Druck der Drohung des nahen Todes.
In einem Volk, in dem man noch „Christus ist auferstanden“ sagt und in dem noch die Erinnerung an die Verse des Psalms 117 lebt — „In der Bedrängnis rief ich den Herrn an, und er erhörte mich und führte mich heraus in die Weite. Der Herr ist mein Helfer, ich werde mich nicht fürchten, was mir ein Mensch tun kann …“ — oder der Nachhall des Gesangs „Gott ist mit uns! / Erkennt es, ihr Völker, und unterwerft euch, / denn Gott ist mit uns! / Höret es bis an die Enden der Erde, / denn Gott ist mit uns! Ihr Mächtigen, beugt euch! / denn Gott ist mit uns! …“ — ist es unmöglich, mit der Propaganda der Todesangst oder der Angst vor der Obrigkeit Erfolg zu haben.
Das ist auch der Grund, weshalb die plandemischen Behörden, oder, allgemeiner gesagt, die Baumeister der Neuen Normalität, von Anfang an die Kirche für das Haupthindernis bei der Errichtung der „Neuen Welt“ hielten. Und sie hatten recht! Und eben deshalb versuchten sie auf jede Weise, sie entweder durch Unterwerfung zu beherrschen oder sie an den Rand zu drängen, ihre Gläubigen aus Angst vor dem Virus zu vertreiben. Es gelang ihnen nicht … die Wirklichkeit ist, dass die Kirchen immer voller werden. Und das ist ein erstes Zeichen dafür, dass ihr Plan im Osten zu scheitern beginnt.
Das zweite sehr wichtige Hindernis ist die Erinnerung an die Diktatur. Und an den Terror. Aber auch an die Propaganda in einem totalitären Staat. Es ist schlichtweg unmöglich, wenn man auch nur die geringste Berührung mit der Welt vor ’89 hatte, keine frappierenden Ähnlichkeiten festzustellen. Wenn man es nicht mit eigenen Augen gesehen hat, wenn man während der „Pandemie“ Zeuge von Ungeheuerlichkeiten wurde, die aufgeblasener waren als die Umzüge zum 23. August … Wenn man auf den Straßen die Armee mit Schützenpanzern und Maschinengewehren des Kalibers 7,62 sieht, aufgefahren, um einen vor einem Virus zu schützen … dann ist dem gegen totalitäre Propaganda immunisierten Verstand von vornherein klar, dass es „dick“ kommt … dass die Lüge „dick“ ist. Dann die sprachlichen Stereotype, die aufgerissenen Augen, der ernste Ton, die Katastrophennachrichten — Tote, Kranke, verstopfte Krankenhäuser —, aber auch die glorreichen — die Pinguin-Lastwagen voller Impfstoffe oder die Schlangen zur „Immunisierung“ — alles hat jenen falschen und hohlen „Ton“ des „Telejurnal“ von vor ’89 mit den in vier ein halb Jahren übererfüllten Fünfjahresplänen, wenn auch heute viel bunter und überall „BREAKING NEWS“ genannt.
Die verstaatlichte Lüge — der Impfstoff, der, obwohl er nicht immunisiert, einen dennoch „vor dem Tod bewahrt“ (sic!), oder die offenkundige logische Unwahrheit der Propagandabotschaften — „Lass dich mit einem Serum impfen (das dich nicht vor der Krankheit schützt), um deinen Nächsten vor einer Krankheit zu schützen, die ihr beide bekommen und weitergeben könnt, obwohl ihr beide geimpft seid“ — nichts davon verfängt, nicht einmal vor einem „Falken des Vaterlands“ aus den Jahren der Diktatur vor ’89.
Ja, wir Rumänen haben gegen die Diktatur Antikörper entwickelt, die noch wirksam sind — Antikörper, die die Viren der Neuen Diktatur rasch erkennen, welche (bislang erfolglos) alle Zellen der Gesellschaft zu befallen suchen. Und dies im Unterschied zu unseren westlichen Nachbarn, die die Diktatur in den letzten 55 Jahren nur mit dem Mund voller Popcorn gesehen haben, während sie vor romantisierten Filmen einnickten, in denen unfehlbar der „gute Junge“ und das „gute Gesicht“ auftreten mussten, die rettenden und zivilisierenden Helden aus dem großen Westen, die hier und da die Dimokratsie wiederherstellten.
Nicht zuletzt ist das dritte gewaltige Hindernis für die Errichtung der Neuen Normalität und ihrer Propaganda das chronische Misstrauen des Balkanmenschen, besonders des Rumänen, gegenüber der Obrigkeit. Denn wie sollte der rumänische Bürger je dem Politiker vertrauen, dem Regierenden, der ihm jetzt plötzlich Gutes will, nachdem derselbe Politiker und Regierende ihn 32 Jahre lang verraten, bestohlen, geschändet, gedemütigt, stückweise wie Sklaven verkauft, die Reichtümer des Landes für dreißig Silberlinge weggegeben und ihm alles genommen und nichts gegeben hat … und nun wollen sie ihm plötzlich Gutes … MIT GEWALT! Dieses gewaltsame Aufzwingen des „Guten“ erinnert den Rumänen allzu sehr an viele andere „Wohltaten“, die mit Gewalt geschahen: an die „Privatisierungen“ und „Liberalisierungen“, die beständig schlecht und niederträchtig durchgeführt wurden, gegen seinen Willen und seine Interessen, von denselben „zivilisierenden“ Politikern, herabgestiegen aus dem Großen Westen, die nun wieder, wie bestellt … ihm abermals nur „Gutes“ tun wollen, versteht sich! Und wieder auf Betreiben des WESTENS! Doch diesmal geht es wirklich um das Wohl aller — versichern uns die „Erwählten“ des Volkes. Aha, gewiss …
Vergebens versuchten sie, die Armee und die Ärzte nach vorn zu schieben! — Berufsgruppen, die bis vor Kurzem noch ein gewisses Vertrauen genossen! Vergebens wurden die offenkundig politischen Maßnahmen Maßnahmen des Gesundheitsschutzes oder der epidemiologischen Vorbeugung genannt. Vergebens!
Die bloße Anwesenheit der Ärzte und Militärs an der Seite der Politiker hat sie in den Augen der Bevölkerung unheilbar befleckt.
Vergebens haben sie die gesamte Presse mit Zuschüssen und staatlichen „Hilfen“ gekauft. Vergebens! Jede Spur von Glaubwürdigkeit der Presse hat sich in den Augen der Bevölkerung wie Zigarettenrauch verflüchtigt. Denn ebenso beschmutzt wird aus dieser Pandemie jene „Presse“ hervorgehen, die plötzlich und beinahe einmütig zum Propagandaorgan geworden ist.
Der Schluss ist einfach: Das „Gute“, das eine Hand anbietet, die dir beständig Böses getan hat … kann schlichtweg weder geglaubt noch angenommen werden!
Und die rumänischen Politiker haben dem rumänischen Volk in den letzten 32 Jahren beständig Böses getan.
Ganz kurz gesagt glaube ich, dies wären die Bedingungen für das Entstehen eines Typs von Bürgern, die gegen die „Neue Normalität“ widerstandsfähig und immun sind und die man bereits allgemein die „Novax-Djoković-Bürger“ nennen kann.
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