15. Januar 2020
Weil „alles alt ist und alles neu“
„…
O, ich bewundere dich, Nachkommenschaft römischen Ursprungs! Und nun blickt ihr erschrocken auf unser kaltes, zweifelndes Gesicht, Ihr wundert euch, dass die Lüge heute nicht mehr durchgeht? Wo wir doch sehen, dass alle, die große Worte werfen, Nur dem Geld und dem mühelosen Gewinn nachjagen, Heute, da die geschliffene Phrase nicht mehr täuschen kann, Heute sind andere schuld, meine Herren — nicht wahr? Zu sehr habt ihr euer wahres Metall gezeigt, indem ihr dieses Land zerrissen habt, Zu sehr habt ihr unser Volk zu Schande und Schmach gemacht, Zu sehr habt ihr die Sprache, die Ahnen und die Sitte verhöhnt, Als dass sich nicht endlich zeigte, was ihr seid — eine Bande von Schuften! Ja, Gewinn ohne Arbeit, das ist der einzige Antrieb; Die Tugend? eine Torheit; das Genie? ein Unglück. Doch lasst wenigstens die Ahnen im Staub der Chroniken schlafen; Aus jener Vergangenheit der Größe würden sie euch höchstens spöttisch ansehen. Warum kommst du nicht, Herr Țepeș, um Hand an sie zu legen, Sie in zwei Scharen zu teilen: in Wahnsinnige und in Schufte, Und sie mit Gewalt in zwei weite Kerker zu treiben Und Feuer an das Zuchthaus und an das Irrenhaus zu legen!“
Der ewige Eminescu.
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