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Die Perikope des TagesDie Dritte Republik

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15. Juni 2017

Warum ich dieses Volk dennoch liebe und hartnäckig hier meine Tage verbringe

Weil Mihai Eminescu.

„Als es keinen Tod gab, nichts Unsterbliches, Noch den Kern des Lichts, den Spender des Lebens, War kein Heute, kein Morgen, kein Gestern, kein Immer, Denn eins war alles, und das Ganze war eins; Als Erde, Himmel, Luft, die ganze Welt Zu jenen zählten, die niemals gewesen sind, Da warst Du allein — sodass ich mich in mir selbst frage: Wer ist denn der Gott, dem wir unsere Herzen neigen? Er allein war Gott, ehe die Götter waren, Und gab aus der Wasserwüste dem Funken die Kraft; Er gibt den Göttern Seele und der Welt die Seligkeit, Er ist der Menschheit Quell des Heils: Erhebt eure Herzen! Bringt Ihm Gesang, Er ist der Tod des Todes und die Auferstehung des Lebens! Und Er gab mir die Augen, das Licht des Tages zu sehen, Und füllte mein Herz mit den Zaubern des Erbarmens; Im Brausen der Winde habe ich Sein Schreiten gehört, Und in der vom Lied getragenen Stimme fühlte ich Seinen zarten Vers. Und dennoch erbitte ich neben all dem noch eines: Dass Er mir den Eingang in die ewige Ruhe gewähre! Dass Er verfluche, wer immer sich meiner erbarmt, Dass Er segne den, der mich niedertritt, Dass Er jeden Mund erhöre, der mich verlachen will, Dass Er dem Arm Kraft gebe, der mich erschlagen will, Und dass jener der Erste unter den Menschen werde, Der mir selbst den Stein raubt, den ich mir zu Häupten lege.“

(*Gebet eines Dakers*, Mihai Eminescu)

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Thema: Zwischen den Zeilen · Unterthema: Von Eminescu und der rumänischen Sprache

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