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Die Perikope des TagesDie Dritte Republik

StartseiteDie Welt im SturmVom Globalismus und vom Großen Umbruch

30. Juni 2022

Vom großen Reset des Großen Umbruchs. Abermals

Stoltenberg sagte heute auf der Pressekonferenz: „Both Moscow and Beijing … und so weiter, und so fort.“ Mit anderen Worten: Die NATO hat endlich einen Grund zu existieren, einen Grund, Geld für den militärisch-industriellen Komplex zu fordern: Sie hat „Feinde“.

Im Übrigen: „Das Bündnis wird den Frieden weiterhin verteidigen …“

„Der Hauptzweck der NATO ist es, Krieg zu verhüten“ — durch Aufrüstung und Feindschaft, versteht sich.

Und so wird die NATO zum Totengräber des Globalismus.

Aber auch zum „Chef“ des Kleinen Planeten.

Im Übrigen spricht man von „kaltem Krieg“ und von „echtem Krieg“ … in dem nichts ausgeschlossen ist.

Soeben wurde also vom Rednerpult der NATO selbst eingeräumt, dass der unipolare Globalismus tot ist, dass es einen weiteren Machtpol gibt: Moskau und Peking. Der unipolare Globalismus muss nur noch begraben werden. Und die NATO tut es. Die NATO singt das Totenlied des Unipolarismus gerade dadurch, dass sie ihre offene Feindschaft gegenüber dem neuen Pol zur Schau stellt, gegenüber der neuen „Achse des Bösen“, die sie damit stillschweigend als neue Weltmacht legitimiert, als eine andere Weltmacht — etwas, das es seit dem Ende des Kalten Krieges nicht gab.

Mit anderen Worten: Auch die NATO sagt uns ausdrücklich, dass die Globalisierung tot ist, dass der Große Umbruch soeben einen großen Umbruch erlitten hat. Doch auch das hatte ich Ihnen bereits gesagt.

Und die Treffen dieser letzten Tage — Davos, die G7, Bilderberg und nun der NATO-Gipfel — sowie die kriegerischen Erklärungen der Großen der kleinen Welt zeigen die Nervosität der „westlichen Welt“, des „Kleinen Planeten“, der soeben begriffen hat, dass er seine Vorherrschaft über die ganze Welt verloren hat: eine Vorherrschaft, siebzig Jahre nach dem Ende des Kolonialzeitalters bewahrt und nach den neunziger Jahren gefestigt.

Meine Lieben, jene Welt ist zu Ende.

Jene Welt, in der Davos und Bilderberg entschieden, was irgendwo auf Erden geschah, von Afrika bis Asien, von Südamerika bis zum Nahen Osten; jene Welt, in der die Vereinigten Staaten „Demokratie exportierten“, wohin es ihnen beliebte … jene Welt ist untergegangen. Sie ist für immer dahin.

Und das beginnen auch die „Chefs der Welt“ zu bemerken — wohl die kurzsichtigsten Intellektuellen, die beschränktesten und eingebildetsten von allen ihren Vorgängern der letzten hundertfünfzig Jahre. Denn die geistige Dürftigkeit ist der Haupttotengräber der abendländischen Welt; daran besteht kein Zweifel.

Und wie gesagt sind die Treffen der letzten Tage bloß die Anerkennung dieses Sachverhalts, keineswegs eine Rückkehr zum früheren Status quo.

Alles liegt offen zutage.

Man muss sich nur weigern, die Wirklichkeit zu verweigern.

Und die Propaganda nicht unzerkaut hinunterschlucken.

Seid nicht dumm.

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Thema: Die Welt im Sturm · Unterthema: Vom Globalismus und vom Großen Umbruch

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