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Die Perikope des TagesDie Dritte Republik

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1. November 2020

Unsere Christenheit wird dieser Tage schwer geprüft

Nicht der Terror, nicht die Propaganda, nicht die modernen „Dogmen“ sind die großen Prüfungen des heutigen Christen. Nicht einmal der Komfort oder die Bequemlichkeit der modernen Art zu leben und zu denken, die Verdünnung des überlieferten Lebens und Denkens oder der scheinbare Zusammenstoß mit anderen Überlieferungen und Glaubensweisen — allesamt begünstigt vom Konsumismus, vom Globalismus oder von den übrigen Verirrungen unserer Welt, einzeln oder zusammen.

Die schwerste Prüfung des heutigen Christen ist es, nicht zu hassen. Auch seinen wahren Feind zu lieben, jenen, der ihn verderben oder irreführen will. Die Welt, in der er lebt, nicht mit Ekel oder Verzweiflung zu betrachten. Zu begreifen, dass alles seinen Sinn hat, auch Krankheit und Verfall. Vor allem das Ende und der Tod.

Wir leben in einer alten und kranken Welt.

Deshalb sind auch die Jungen, so jung und schön sie sein mögen, nicht frei von der Dummheit, der Irrung und dem Leid dieser sterbenden Welt. Gleich welchen Alters sind die Menschen von heute vorzeitig alt und hässlich an der Seele. Teil und Teilhaber am Niedergang der Menschheit.

Doch auch diese Ungeheuerlichkeit hat ihren Sinn.

Ich verstehe, ich bemitleide sie; und doch fällt es mir schwer, dem Un-Menschen, dem Anti-Menschen zu vergeben und ihn zu lieben.

Warum sage ich Ihnen das?

Es ist ein Bekenntnis. Ich gestehe und bedaure, dass ich jenem verfallenen und hysterischen Alten, der dieser Tage alles mit Gift bespritzte, nicht vergeben und ihn nicht lieben kann — ebenso wenig wie jene, die ihm gleichen: die politisch korrekten, erloschenen Geschöpfe in seinem Kielwasser und in dem anderer Verräter; unsere „Führer“, die uns alles für nichts verkaufen … selbst die Freiheit und die Hoffnungen. Ich kann es nicht. Noch nicht …

Das sind meine wahren Prüfungen und überhaupt die des heutigen Christen … und wahrscheinlich liegt darin der Schlüssel zu unserem Heil.

„Aber ich sage euch, die ihr zuhört: Liebt eure Feinde; tut wohl denen, die euch hassen; segnet die, die euch verfluchen; bittet für die, die euch beleidigen.

Und wer dich auf die eine Backe schlägt, dem biete die andere auch dar; und wer dir den Mantel nimmt, dem wehre nicht auch den Rock. Wer dich bittet, dem gib; und wer dir das Deine nimmt, von dem fordere es nicht zurück. Und wie ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, so tut ihnen gleich auch ihr.

Und wenn ihr liebt, die euch lieben, welchen Dank habt ihr davon? Denn auch die Sünder lieben die, die sie lieben. Und wenn ihr euren Wohltätern wohltut, welchen Dank habt ihr davon? Die Sünder tun dasselbe auch. Und wenn ihr denen leiht, von denen ihr etwas zu bekommen hofft, welchen Dank habt ihr davon? Auch die Sünder leihen den Sündern, damit sie das Gleiche wiederbekommen.

Vielmehr liebt eure Feinde; tut wohl und leiht, wo ihr nichts dafür zu bekommen hofft. So wird euer Lohn groß sein, und ihr werdet Kinder des Höchsten sein; denn er ist gütig gegen die Undankbaren und Bösen.

Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist.“

Lukas 6,27–36

Brüder, vergebt und segnet.

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Thema: Die Welt im Sturm · Unterthema: Vom Globalismus und vom Großen Umbruch

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