6. September 2019
Von der Diktatur der Dienste
Der Securitate-Mann Petrov, alias *Băsferatu*, wird als jene Gestalt in die Geschichte eingehen, die in Rumänien die Diktatur der Dienste errichtet hat, heutzutage gemeinhin „Rechtsstaat“ genannt.
Eine für die Securitate-Leute neuen wie alten Ritus vorsehungshafte Gestalt, war und bleibt Băsescu ein Fluch für unsere Generationen.
Niedertracht und Verrat, zum Rang einer Staatspolitik erhoben, sind das einzige Erbe seiner zehnjährigen Amtszeit als Präsident.
Ein Erbe, das Klaus Werner Iohannis ohne Rechtswohltat des Inventars übernommen hat, jener, der unter dem Wahlspruch „Rumänien der guten Arbeit“ den „Rechtsstaat“ und die Diktatur der Unterdrückungsdienste an Verworfenheit und Allmacht noch gesteigert hat. Und nun wird uns das als „Normalität“ vom PORN-Präsidenten dargeboten, jenem, der eine weitere Amtszeit „Für ein Normales Rumänien“ will.
Doch nichts davon wäre ohne den unmittelbaren Beitrag, ja die Mittäterschaft eines Teils der rumänischen Gesellschaft möglich gewesen. Die Băsescu-Leute von gestern, die Iohannis-Leute von heute, wahrscheinlich die Barna-Leute von morgen sind jene, ohne die Geschichte, Gegenwart und höchstwahrscheinlich unsere Zukunft anders ausgesehen hätten! Gewiss besser …
Nur eines ist sicher: als Volk verdienen wir unser Schicksal! Als Einzelne … rette sich, wer kann!
„Ein jämmerliches Geschöpf, ehemaliger Präsident Rumäniens: ‚Ich habe nie gewusst, dass mir ein Deckname gegeben worden war. Erst als man mir die beiden Notizen gab, sagte Oberst Tudor zu mir: unterschreibe Petrov. Man hat mir nie einen Decknamen gegeben. Ich wusste nicht, dass die militärische Abwehr die Securitate war. Erst nach der Revolution erfuhr ich von der Verbindung der militärischen Abwehr. Ich glaubte, es sei ein dem Kommando der Seestreitkräfte unterstellter Dienst, so steht es auch am Giebel.‘
Auf dem Ochsen steht auch nicht Ochse, und doch ist er ein Ochse. Und auf der Hure nicht Hure.“ von Alexandru Petria
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